Image Unser Konzept Interdisziplinäre Frühförderung in der Frühförderstelle Hamburg Harburg

Frühförderkonzept unserer Frühförderstelle in Hamburg Harburg

Philosophie

Interdisziplinäre Frühförderung verwirklicht und vervollständigt das therapeutisch-pädagogische Konzept, das wir seit vielen Jahren in unserer Einrichtung zu realisieren versuchen.

Wie alle Kinder benötigen von Behinderung bedrohte Kinder eine Förderung, die an alltäglichen Fähigkeiten, Entwicklungschancen und Lebensqualität orientiert ist und die herkömmlichen Begrenzungen einzelner Berufsgruppen überschreitet


  • Eine Physiotherapeutin, die sich mit Hilfe des interdisziplinären Teams Kenntnisse über Entwicklungspsychologie und Spielentwicklung aneignet, wird nicht nur einzelne motorische Erfolge erzielen, sondern das Kind mit all seinen Wünschen nach Teilhabe an Spiel, Lebenswelt und Kommunikation erreichen.
  • Eine Heilpädagogin, die die Handicaps und besonderen Bedürfnisse eines körperbehinderten Kindes versteht, kann für Kind und Familie geeignetere Angebote finden.
  • Eine Logopädin, die in ihrer Sprachtherapie erkennt, wann z.B. eine seelische Krisensituation die Sprachentwicklung des Kindes hemmt, wird leichter zum Ziel kommen. Auch eine Ergotherapeutin kann z.B. im Zusammenspiel mit professioneller Familienberatung in ihren Bemühungen erfolgreicher sein.
  • Team und Familie zusammen sind zur Sicherheit und zum Wohl des Kindes auf die enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Kinderärzten angewiesen.

Eine erfolgreiche Förderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder ist nur im Zusammenspiel von Familien, Umfeld und einem Team zu erreichen ist, das sich immer wieder neu auf den Prozess gegenseitiger Infragestellung und Bereicherung einlässt.

Das Ziel ist die Inklusion aller Kinder mit und ohne Behinderungen und wir fördern dies unter anderem durch inklusive Gruppenangebote für Kinder und Eltern.

Weitere Informationen über unsere Gruppenangebote finden Sie auf unserer Seite >>Eltern-Kind-Gruppen .


Das Frühförderteam

Wie sieht das Interdisziplinäre Team aus?

Es besteht zunächst aus zwei neuropädiatrisch erfahrenen Kinderärztinnen, die die ärztliche Verantwortung für die Eingangs- und Verlaufsdiagnostik und die Indikationsstellung für die Fördermaßnahmen tragen.

Die heilpädagogische Förderung erfolgt durch erfahrene Diplom- und Heilpädagoginnen. Sie betrifft die Förderung von Sprach- und Spielentwicklung, der Eltern-Kind-Bindung, Hilfen bei der Bewältigung des familiären Alltags und dem Umgang mit Behörden und Umfeld.

Von psychologischer Seite besteht neben einer entwicklungspsychologischen Diagnostik das Angebot zu psychotherapeutischer Hilfe in Krisensituationen und zur Elternberatung.

Auf medizinisch-therapeutischer Seite gehören Physiotherapeutinnen, Logopäden und Ergotherapeut/innen zum Frühförderteam.

Ferner arbeiten wir in enger Kooperation mit Reha- und Hilfsmitteltechnikern, die in jahrelang erprobter Zusammenarbeit mit uns Hilfsmittel erstellen, die der motorischen, kognitiven und sozialen Entwicklung des behinderten Kindes förderlich sind.


An alle pädagogisch-therapeutischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Frühförderteams haben wir hohe berufliche Anforderungen gestellt:

  • Sie besitzen geeignete Zusatzqualifikationen und langjährige Erfahrungen bezüglich der Frühförderung und Therapie von Kindern mit Einschränkungen und Behinderungen
  • sie stellen im Sinne einer systemischen Denkweise grundsätzlich Kind und Familie in den Fokus ihrer Bemühungen
  • und sie sind bereit zu einer viel Engagement und Eigenreflexion erfordernden interdisziplinären Teamarbeit.

Der hohe fachliche Einsatz aller Mitarbeiter/innen wird durch den Erfolg der Arbeit und die uns immer wieder bescheinigte Zufriedenheit von Kindern und Eltern belohnt.


Aufgaben und Zielsetzungen

Interdisziplinäre Frühförderung als Komplexleistung nach §§ 30 und 56 SGB IX und der Hamburger Frühförderverordnung wird in Hamburg seit 2009 neu angeboten. Unter ärztlicher und pädagogischer Leitung umfasst sie kinderärztliche, pädagogische, psychologische und medizinisch-therapeutische Maßnahmen zur umfassenden Förderung von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern im Vorschulalter, die komplexe Entwicklungsdefizite aufweisen und von Behinderung betroffen oder bedroht sind.

In unserem Frühförderteam fördern wir schwerpunktmäßig Kinder und Säuglinge bis zum 3. Lebensjahr. In Kooperation mit Kindertagesstätten bieten wir unsere Frühförderleistungen jedoch auch weiter bis zur Einschulung an.


Die Aufgaben unserer Frühfördereinrichtung bestehen aus

  • der Diagnostik von Kindern mit Behinderungen und komplexen Entwicklungsdefiziten
  • der Förderung und Behandlung von Kindern, die als frühförderbedürftig diagnostiziert und anerkannt wurden
  • der umfassenden Beratung und Begleitung von Eltern und Bezugspersonen als begleitende Maßnahme der Frühförderung, als freies Beratungsangebot und als spezielles Gruppenangebot für Eltern
  • der psychologischen Hilfe für Kinder und Familien in Krisensituationen, sowie ihrer Beratung über geeignete Behandlungsmöglichkeiten
  • der Eingliederungshilfe für geförderte Kinder in geeignete pädagogische, kulturelle, sportliche oder andere wohnortnahe Einrichtungen und Angebote einschließlich der hierfür notwendigen professionellen Vernetzungsarbeit im Harburger und Hamburger Raum.


Die Diagnostik umfasst eine

  • Kinderärztliche und Neuropädiatrische Diagnostik
  • Entwicklungspsychologische und Psychopathologische Diagnostik
  • Anamneseerhebung unter Einbeziehung der familiären und sozialen Situation
  • Beurteilung der Eltern-Kind-Interaktion
  • Untersuchung der Sensomotorik, des Bewegungshandelns und der Alltagsfähigkeiten des Kindes
  • Untersuchung der sprachlichen und kommunikativen Möglichkeiten
  • Diagnostik der Ressourcen, Resilienzen und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes.


Die pädagogisch-therapeutischen Maßnahmen der Komplexleistung Frühförderung verfolgen in gemeinsamer, interdisziplinärer Abstimmung folgende Ziele:

  • Kindliche Entwicklungsdefizite, Einschränkungen und Krankheitssymptome gleich welcher Art nach dem neuesten Wissensstand zu behandeln und nach Möglichkeit zu beheben
  • Dem behinderten und von Behinderung bedrohtem Kind eine umfassende Förderung bezüglich seiner Lernmöglichkeiten, seiner Spielentwicklung, seiner Sensomotorik und seiner sprachlichen und nichtsprachlichen Kommunikationsmöglichkeiten zu Teil werden zu lassen
  • Die psychosozialen, kognitiven und andere möglichen negativen Folgeerscheinungen einer Behinderung durch geeignete Hilfen auszugleichen oder so gering wie möglich zu halten
  • Dem behinderten und von Behinderung bedrohten Kind eine bestmögliche Teilhabe an allen Dimensionen eines altersgemäßen Alltages zu ermöglichen.


Praktische Umsetzung

Die praktische Umsetzung der oben umrissenen Konzeption erfolgt in Übereinstimmung mit der Landesrahmenempfehlung zur Frühförderung und den Vereinbarungen zu den Leistungsmodulen

  • Früherkennung und Diagnostik,
  • Aufstellung eines Förder- und Behandlungsplanes
  • sowie Förderung und Behandlung.
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